Die 5 Faktoren des Google Rankings

Ulrike Ahmad · Geschäftsführerin

Ulrike Ahmad · Zuletzt Aktualisiert: 28. Juni 2022

10 Min. Lesedauer

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Es gibt Milliarden von Webseiten im Internet – und gerade für hart umkämpfte Keywords sind Top-Positionen bei Keywords schwer zu erreichen. Was tun? Ganz einfach: Die Antwort ist Suchmaschinenoptimierung. Aber wie geht das? Mit dem richtigen Mix aus Content, Backlinks und Usability ist die erste Seite auf der Google Ergebnisliste keine Utopie. Das Keyword spielt dabei natürlich die erste Rolle. Und auch Meta-Angaben sind wichtig.

Die am besten platzierten Websites stehen aus einem einleuchtenden Grund so weit oben: Sie überzeugen Ihre Besucher und bieten genau das, was gesucht wird. Gleichzeitig macht es die Website dem Besucher leicht, die gewünschten Informationen zu finden.

1. Das Keyword

Google Ranking verbessern – wofür? Natürlich immer für ein bestimmtes Keyword. Was beabsichtigt der Besucher mit seinem Keyword? Wer dies am besten antizipiert und genau die Informationen liefert, nach dem der potenzielle Kunde sucht, landet auf den obersten Google-Positionen. Es kommt also auf die Suchintention hinter einem bestimmten Keyword an.

  • Was möchte der User zu diesem Begriff alles lesen?
  • Welche Informationen sind wichtig, welche sind unwichtig?
  • In welcher Form möchte er diese Informationen erhalten?

Keyword-Analyse ist die Grundlage für die Optimierung von Content. Suchintentionen der User lassen sich beispielsweise durch Google Suggest auf eine sehr einfache Weise herausfinden. Und das geht so:

  • Ein beliebiges Keyword in das Suchfeld bei Google eingeben.
  • Auf die Vorschläge achten, die unterhalb des Suchfelds auftauchen.

Die Grundlage von Google Suggest sind die Eingaben der Suchenden. So erhält man einen unverfälschten Überblick darüber, was die User im Zusammenhang mit einem Keyword interessiert. Auch der Link zu „Ähnlichen Suchanfragen“ hilft weiter.

Tipp

Eine gute Übersicht über die wichtigsten Entwicklungen im Zusammenhang mit Keywords und User-Interessen gibt es bei Google Trends.

2. Die Meta-Angaben

HTML ist der Code, den der Browser analysiert und in Absätze, Bilder, Tabellen und Listen übersetzt. Am Ende erhält der User im besten Fall eine optimal strukturierte und ansehnliche Webseite. Es gibt jedoch auch explizite HTML-Tags für Suchmaschinen, die auf der Seite selbst nicht dargestellt werden. Das sind die Meta-Tags oder auch Meta-Elemente. Vier davon sind für die Suchmaschinenoptimierung (SEO) besonders wichtig:

  • Title
  • Description
  • Robots
  • Viewport

Das Meta-Tag Title

Klein, aber oho: Der Title eine Website besteht zwar nur aus wenigen Wörtern (höchstens 55 Zeichen), er hat jedoch eine immense SEO-Wirkung. Denn das, was im Title-Tag notiert ist, nutzt Google als Überschrift für den Eintrag von Webseiten in seinen Suchergebnissen. Der Title ist also das, was der Nutzer zuerst sieht. You never get a second chance to make a first impression. Deshalb ist es besonders wichtig, dass das Title-Tag das entscheidende Keyword für das Google Ranking enthält.

Das Meta-Tag Description

Eine ähnliche Rolle wie das Title-Tag spielt das Tag „Description“ – Beschreibung. Dieses Element liefert eine kurze Beschreibung der Inhalte der Website. Google nutzt diese wenigen Zeichen (nicht mehr als 160) als Inhaltsangabe, die direkt unter der Überschrift auf der Ergebnisliste erscheint.

Auch dieses Tag ist wichtig für den ersten Eindruck und kann den Ausschlag darüber geben, ob ein User auf den Sucheintrag bei Google klickt oder nicht. 

Das Meta-Tag Robots

Das Tag Robots gibt den Crawlern von Google klare Befehle und ist deshalb besonders für die Suchmaschinenoptimierung so wichtig. Es enthält zum Beispiel Angaben,

  • welche Seiten in den Index aufgenommen werden dürfen,
  • ob den Links auf der Seite gefolgt werden darf oder nicht
  • und ob Google die im Cache gespeicherten Seiten nicht anzeigen soll.

Eine gute Übersicht über die möglichen Anweisungen gibt es bei Wikipedia.

Das Meta-Tag Viewport

Schließlich das Meta-Tag Viewport. Dieses Tag macht eine Seite erst mobiltauglich. Ob eine Seite auf Handy- und Tablet-kompatibel angezeigt wird oder nicht, ist für Google ein entscheidender Ranking-Faktor. Außerdem gewinnt eine Website dadurch entscheidend mehr Besucher. 

Folgende Code-Zeile genügt oft schon, um eine Seite im Responsive Design anzeigen zu lassen:

Übrigens: Nicht alles, wo Meta draufsteht, ist auch zielführend. So ist zum Beispiel das Meta-Tag „Keywords“ völlig veraltet. Was in diesem Tag steht, interessiert die Google-Robots schon seit vielen Jahren nicht mehr.

3. Backlinks

Wer verlinkt auf wen? Die Struktur der Verlinkungen im Internet war ursprünglich die Grundlage für die Bewertung der Relevanz von Webseiten für einzelne Keywords – und das war das Erfolgsgeheimnis für den Aufstieg von Google. Mit der Zeit kamen immer mehr Ranking-Faktoren dazu und perfektionierten die Google-Suche.

Die Backlinks (also Links von externen Seiten auf die eigene Seite) sind zwar nicht mehr das einzige, aber nach wie vor ein wichtiges Indiz für das Ranking bei Google. Wer die Position bei der wichtigsten Suchmaschine verbessern will, kommt um Backlinks also nicht herum. Hierfür gelten jedoch folgende Grundsätze:

  • Qualität geht vor Quantität. Lieber wenige Backlinks von relevanten Seiten als viele Backlinks von irrelevanten Websites.
  • Wichtig ist der Ankertext – also der Begriff, auf den der User klickt, um zur Seite zu gelangen. Ein Link mit „Olivenöl-Schaumbad“ auf eine Seite für Mountainbikes sorgt auch bei Suchmaschinen für Irritationen.
  • Ein Backlink, der ganz oben auf der Seite oder direkt im Text verankert ist, ist besonders wirksam.

Der ideale Backlink ist gut platziert, thematisch relevant und kommt von einer Seite mit hoher Autorität. Doch wie funktioniert der Backlink-Aufbau? Hierfür gibt es verschiedene Ansätze:

  • Starke Präsenz in sozialen Medien. Blogkommentare und Beiträge in Foren sind aktuell und tragen zu einem natürlichen Linkaufbau bei.
  • Guter Content sorgt für Backlinks. Dazu gehören zum Beispiel interessante, einzigartige Info-Grafiken, die Webmaster dazu anregen, auf diese Elemente zu verlinken. Denn damit erhöhen sie auch den Mehrwert ihrer eigenen Seite.
  • Gastbeiträge werden gern akzeptiert und erhöhen zum Beispiel die Markenbekanntheit.

Gerade beim Backlink-Aufbau ist die Gefahr von Black Hat SEO groß. Gekaufte oder manipulierte Links entdeckt Google jedoch schnell. Und das heißt: Verbannung auf die unteren Plätze oder Entfernung aus dem Index. 

4. Content

Content ist das Zauberwort der SEO-Spezialisten. Was ist Content? Der Begriff bezeichnet Inhalte – und zwar in webspezifischer Form. Dazu gehört vor allem der Bezug der Inhalte auf ein bestimmtes Keyword. Je eher der Content einer Seite die Suchintention des Users trifft, umso höher ist das Google Ranking für diesen Suchbegriff.

Tipp

Mit sogenannten WDF*IDF-Tools lassen sich zu jedem beliebigen Keyword andere Begriffe finden, die im Umfeld des Keywords häufig auftauchen. Das stellt die Content-Erstellung auf sichere Füße – denn man vergisst keine relevanten Aspekte des Themas.

Was sucht der User? Die Beantwortung dieser Frage ist das Erfolgskonzept von Google. Suchmaschinenoptimierung muss sich deshalb nicht primär an der Suchmaschine, sondern an den Usern orientieren. Weil genau so auch Google tickt. Guter Content erfüllt drei Zwecke:

  • Er passt thematisch zur Suchanfrage.
  • Er wird in einer ansprechenden Form dargestellt.
  • Er bietet dem Suchenden einen Mehrwert.

Mehrwert bedeutet zum Beispiel, dass dem Suchenden nicht zum x-ten Mal etwas Altbekanntes präsentiert wird. Google bewertet Duplicate Content – also doppelte Inhalte – extrem negativ.

Übrigens: Der Mehrwert einer Seite hängt nicht nur von der Anzahl der Worte ab. Google nutzt ausgefeilte Algorithmen und Künstliche Intelligenz, um den Informationsgehalt einer Website festzustellen. Dazu gehören zum Beispiel semantische Analysen und Nutzer-Reaktionen.

Tipp

Wie viele Wörter zu welchem Thema? Diese Frage lässt sich beantworten, indem man beispielsweise den Durchschnitt aus den ersten zehn Ergebnissen zu einer bestimmten Keyword-Eingabe berechnet.

5. Usability

Was hat die „Usability“ einer Website mit dem Verbessern des Google Rankings zu tun? Klar ist: Google registriert die Abbruchraten von Internetseiten sehr genau. Denn wenn ein User auf einer Seite nicht zurechtkommt, klickt er zurück auf die Google-Ergebnisliste. Ein eindeutiges Indiz für einen geringen Nutzen.

Google misst die Usability einer Website anhand der Reaktionen der User. Wer sich auf einer Seite gut zurechtfindet, weil die Navigation einleuchtend und einfach ist, wird bleiben – und wiederkehren. Nach und nach registriert Google die „Authority“ einer Website für ein bestimmtes Keyword – aber auch für Themen im Umfeld dieses Keywords.

Ein wichtiger Faktor der Usability ist die Pagespeed – also die Ladegeschwindigkeit. Wenn eine Seite mehr als drei Sekunden benötigt, um sich komplett aufzubauen, sind die Abbruchraten  enorm. Das registriert auch die größte Suchmaschine – und die Seite fällt im Google Ranking ab. Wie kann man die Ladezeiten verbessern?

  • Bilder optimieren und niedrigere Auflösungen wählen.
  • Überflüssigen Code vermeiden.
  • Große Dateien, die nicht unbedingt nötig sind, eliminieren.

Tipp

Ein leistungsfähiges Tool für die Messung der Ladegeschwindigkeit ist Google PageSpeed Insights. Hier gibt es auch Tipps zur Optimierung.

Fazit

Keyword, Meta-Angaben, Backlinks, Content und Usability: Professionelles und erfolgreiches SEO hat vor allem diese Aspekte im Blick. Suchmaschinenoptimierung fordert aber auch Geduld. Wer sein Google Ranking verbessern möchte, setzt auf Langfristigkeit. Denn auch Google bevorzugt Seiten, die sich im Lauf der Zeit als zuverlässige Content-Lieferanten bewährt haben. Wer sich auf qualitätsorientiertes Wachstum konzentriert, kann mit dauerhaften Top-Positionen bei Google rechnen.

Ulrike Ahmad

Geschäftsführerin

Ulrike ist die Gründerin der Agentur und hat mehr als 25 Jahre Erfahrung in Web und Marketing.

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